Training & Alltag - oder Training im Alltag?

Louisa

Training & Alltag - oder Training im Alltag?

 

Am Ende zählt doch immer die Leistung, die wir in Wettkämpfen und Spielen erbringen. Welche Leistungen wir dafür aber alle zusätzlich Tag für Tag und Woche für Woche vollbringen, sehen meistens nur die Leute unseres näheren Umfelds.

Bereits bei jungen Sportlern zeichnet sich früh ab, dass sie sich, um ihre Ziele zu erreichen, voll und ganz ihrem Sport widmen müssen und dies natürlich auch wollen. Dabei treten oft andere Dinge, wie Freizeitaktivitäten, Familie und Freunde etwas kürzer. Doch, was während der Schulzeit und besonders auf Sportschulen noch einfacherer zu handhaben ist und vereinfacht gesagt ”nur‟ einen Haufen an Schweiß, Disziplin und das Verzichten auf gewöhnliche Teenager-Dinge erfordert, stellt oft im späteren Arbeitsalltag eine größere Herausforderung dar. Nicht allen Sportlern ist es möglich, ihren Sport auch als einzige berufliche Tätigkeit ausüben zu können. Viele Athleten müssen neben dem hohen Trainingspensum und Wettkämpfen einem Beruf nachkommen. Um neben der Arbeit überhaupt noch eine professionelle Sportkarriere anstreben zu können, bedarf es einem guten Zeitmanagement und einer guten Planung.

Gerade in den hochintensiven Trainingsphasen vor anstehenden Wettkämpfen oder wichtigen Ereignissen überschreiten die Trainingsumfänge täglich viele Stunden und bestimmen den Alltag. Wenn dann aber auch noch ein Berg an Arbeit im Büro ansteht, dann kann der Tag schon mal zu wenige Stunden haben. Natürlich ist das Training individuell an jeden Sportler und die jeweilige Sportart angepasst, dennoch stellt die Planung des Alltags ähnliche Herausforderungen dar.

Für die meisten Sportler beginnt der Morgen bereits mit einer Früh-Einheit, die sich oft als eine Athletik-, Lauf- oder Krafteinheit gestaltet. Wichtig dabei ist, dass das Training mit dem Arbeitgeber, der Universität oder der Ausbildungsstätte abgestimmt werden kann. Dies ist natürlich nicht in jedem Beruf möglich, deshalb ist es umso wichtiger ein Umfeld zu schaffen, in dem sich die sportlichen Anforderungen und die anderen Komponenten des Alltags gut miteinander vereinbaren lassen.

Auch die Mittagspause bietet für viele Sportler eine Möglichkeit eine Trainingseinheit in den Arbeitstag einzubinden. Besonders zu beachten sind hierbei auch die Entfernungen zwischen Arbeitsplatz und Trainingsstätten, die aufeinander abgestimmt sein sollten. Nur so kann die Zeit auch effektiv genutzt werden, wenn nicht zusätzlich noch lange Anfahrtswege einzuplanen sind.

Nach Arbeitsschluss oder Uniende ist für die meisten Berufstätigen und Studenten Feierabend, da beginnt aber für Leistungssportler erst der richtige Arbeitsalltag. Bei Mannschaftssportlern steht das Gruppentraining auf dem Plan und auch für alle Einzelsportler steht das intensive tägliche Training an.

Sportler stehen oft mit einem Bein bereits in der Sporthalle und gleichzeitig auf der Arbeit

Nicht zu vergessen, ist dass jeder Alltag eine gewisse Routine benötigt, die die Umsetzung erleichtert. Wochenpläne helfen hierbei jedem Sportler die Abläufe zu koordinieren und besonders intensive Trainingsphasen zu strukturieren. Ebenso können kürzere freie Zeiträume ausfindig gemacht werden und effektiv genutzt werden, beispielsweise durch Videoanalyseeinheiten oder sportpsychologische Maßnahmen. Wichtig ist auch, dass die regenerativen Einheiten, sowie Physiobehandlungen in die Woche eingearbeitet werden, um das Gleichgewicht zwischen Belastung und Erholung aufrechtzuerhalten. Die Belastung in jeder Woche zu protokollieren hilft hierbei zusätzlich, bei den ganzen Aufgaben, die eine Arbeits- und Trainingswoche bereithält nicht zu vergessen, dass unser Körper für uns Sportler unser Kapital ist und letztendlich der Schlüssel zum Erfolg.

 

Wie schaut Euer Alltag aus? Und wie meistert Ihr die Herausforderungen von Arbeit, Uni oder Ausbildung neben Eurem Leistungssport?

 

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