Freizeit als Spitzensportler?

Drei Athleten packen aus

“Das soziale Leben außerhalb des Sportes findet kaum noch statt” so Daniel Hiller, ehemaliger Langläufer.

Dass Profisportler zurückstecken müssen ist klar - aber auf wie viel muss man wirklich verzichten, um den Traum zu verwirklichen?

Neim Nguemning verzichtet während intensiven Trainingsphasen des öfteren auf seine Freizeit. Ihm ist es wichtig Prioritäten so zu setzen, um das Training zu optimieren. Hin und wieder hat er natürlich schon mal Zeit sich mit seinen Freunden zu treffen - jedoch nur mit richtigem Zeitmanagement. Das ist bei ihm das A und O. Denn mit einem geregelten Alltag kann man sich Freizeit gut einplanen.

"Man muss Prioritäten setzen, da leidet dann eben die eigene Freizeit für den Leistungssport" - Neim Nguemning (mehr über seine Geschichte erfahrt ihr in dem Beitrag Neim Nguemning)

Anders wie Neim Nguemning wurde Daniel Hiller mit der Zeit alles zu viel. Seit jungen Jahren hat er mindestens sechsmal die Woche trainiert. Jedes Wochenende hatte er Wettkämpfe daher war das Weggehen am Wochenende praktisch unmöglich. “Man sieht wie Freunde am Wochenende feiern gehen - um ehrlich zu sein habe ich mich oft ausgeschlossen gefühlt wenn ich dann wieder nicht mitkommen konnte”. Das soziale Leben außerhalb des Sportes findet einfach nicht mehr statt. Louisa De Bellis spielt Handball in der zweiten Bundesliga und war einige Jahre im Kader der Jugend- und Junioren Nationalmannschaft. Sie ist sich jedoch sicher, dass man neben der Trainingshalle, dem Fitnessstudio und der Uni auch immer etwas Freizeit finden kann. Auch sie setzt auf richtige Zeitplanung. “Man muss eben rechtzeitig planen wenn man etwas mit Freunden unternehmen möchte. Gerade wenn das auch Leistungssportler sind, wird es schon mal schwerer Termine zu finden”. Ihr Tipp für alle Athleten: Die freie Zeit die man hat, auch mal nutzen um zu entspannen und runter zu kommen! “Zum Beispiel gehe ich gerne in die Sauna oder in die Therme. Da habe ich gleichzeitig eine Regeneration während meiner Freizeit. Ansonsten auch mal das Treffen mit den Freunden mit Essen gehen oder Kochen kombinieren - denn essen, das muss man ja sowieso."  

Doch wenn wir so oft Trainieren und sich unser Leben mehr oder weniger um den Sport dreht, ist es umso wichtiger einen richtigen Ausgleich zu finden. Zeit mit sich selbst zu verbringen und sich mit etwas beschäftigen das nicht unbedingt mit Sport zutun hat. Zum Beispiel Bücher lesen, einfach zuhause Abschalten, Musik hören oder raus in die Natur zu gehen. All diese “Alltäglichen Dinge”, die wir oft aus den Augen verlieren, sind im Endeffekt genau die, die man manchmal braucht um die eigene Energie wieder aufzuladen.